Zum Hintergrund

Nachhaltigkeit durch das Zusammenspiel
von Natur, Bau-Kultur und aktivem Bürgerengagement


Der Arbeit von Offene Häuser liegt ein in einem sehr grundsätzlichen Sinne nachhaltiger Ansatz zugrunde, der Natur, Kultur und Bürgerengagement miteinander möglichst gleichberechtigt in Beziehung setzen möchte.

Sinnbild dafür sind die seit zwanzig Jahren von Offene Häuser allsommerlich organisierten Handwerkswochen, Umweltcamps und Sommerakademien, während derer junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern nicht nur an den von Offene Häuser betriebenen historischen Ensembles wohnen, sondern sich durch ihre praktische Arbeit für die Erhaltung dieser denkmalgeschützten Gebäude und für die Pflege ihrer naturnahem Umgebung engagieren.

Aus der Verbindung von Umweltbewusstsein und Denkmalpflege ergeben sich zwangsläufig bauökologische Ansätze, denen sich Offene Häuser in hohem Maße verpflichtet fühlt. Dies wird an der in Stampflehmbauweise errichteten Kapelle der Versöhnung in Berlin ebenso deutlich wie bei der konsequent materialgerechten Instandsetzung von Baudenkmalen und der Wiederverwendung historischer Baumaterialien.

Insofern ist es selbstverständlich, dass Offene Häuser sich auch bei der Haustechnik seiner Seminarhäuser und Herbergen an Aspekten der Nachhaltigkeit orientiert. Die Photovoltaikanlagen auf Burg Lohra und auf dem Pfarrhaus zu Parum, eine Solarthermieanlage auf Burg Lohra, mehrere emmisionsarme Holzheizungen sowie Lehmgrundöfen sind dafür gute Beispiele.

Selbstverständlich ist für Offene Häuser zudem, dass die Herbergen und Seminarhäuser ausschließlich "grünen Strom", also zu 100 % aus regenerativen Energien erzeugten Strom, verwenden.

Andererseits ist es nicht in jedem Falle ökonomisch und technisch möglich sowie ökologisch sinnvoll, weniger ökologische Anlagen zu ersetzen, noch bevor sie ihr natürliches Alter erreicht haben – zumindest sollte der ökologische Fußabdruck, der zur Herstellung und Installation einer solchen Anlage notwendig ist, bei derlei Betrachtungen nicht außer Acht gelassen werden. So erklärt es sich, dass die Herberge in Rathewalde noch mit Erdgas beheizt wird, dass die Holzheizung im Gutshaus Klein Dammerow mit einer ölheizung für den Nachtbetrieb kombiniert ist und dass manche nur in der übergangszeit genutzte kleine Räume in Nebengebäuden bislang gar nur elektrisch beheizbar sind. Auch die eigentlich wünschenswerte Trennung in Trinkwasser- und Brauchwasserkreisläufe ist – neben genehmigungsrechtlichen Problemen – bei bereits bestehenden Gebäuden oft nur mit einem hohen Installationsaufwand möglich.

Um unsere Gäste dennoch zu einem sparsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen motivieren zu können, stellen wir ihnen schon seit Jahren ganz bewusst die Kosten für das von ihnen verbrauchte Trinkwasser, die von ihnen verbrauchte Elektroenergie und die verbrauchten nicht CO²-neutralen Brennstoffe in Rechnung.

Seit 2010 gehen wir noch einen Schritt weiter. Da wir aus eigener Erfahrung wissen, dass die überzeugung, dass es in Deutschland gegenwärtig nur einige wenige Anbieter gibt, die tatsächlich ökologisch unbedenklichen "grünen" Strom anbieten, nicht dazu führt, sofort den Anbieter zu wechseln, weil oft ein konkreter Anstoß dazu fehlt, wollen wir unseren Gästen und Gästegruppen diesen Anstoß geben:

Für jeden Stromanschluss, mit dem unsere Gäste oder andere Menschen aus ihrem Umfeld nach den unten beschriebenen Bedingungen auf "grünen" Strom umsteigen, reduzieren wir den ihnen für die Beherbergung sowie ihren Verbrauch von Elektroenergie und Trinkwasser (sowie bei manchen Häusern ggf. auch Erdgas bzw. Erdöl) in Rechnung gestellten Betrag um zehn Euro.

Zugleich werden weitere fünf Euro in die ökologische Umrüstung der von Offene Häuser betriebenen denkmalgeschützten Seminarhäuser investiert. Jeweils im Mai wird Offene Häuser die Maßnahmen, die mit den im Vorjahr auf diese Weise zugeflossenen Mitteln im laufenden Jahr durchgeführt werden können, auf seiner Homepage veröffentlichen.

Schließlich fließen weitere fünf Euro in die internationalen Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsprojekte, die Offene Häuser durchführt. Auch hier wird jeweils im Mai veröffentlicht, welche Projekte unterstützt werden können.


Wenn auch Sie die "drei guten Dinge" unterstützen wollen, klicken Sie bitte hier.